Whitewhashed Ghost? – Scarlett Johansson als Motoko Kusanagi

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Nachdem die Realverfilmung von Ghost in the Shell lange Jahre immer wieder als Gerücht durchs Netz waberte, ist aus dem Ganzen inzwischen ein reales Projekt geworden und der erste Trailer ist inzwischen Online. Richtig hochgekocht ist das Projekt leider schon lange vor dem ersten Bild. Die Besetzung der Hauptrolle mit Scarlett Johansson ruft Empörung aller Orten hervor. Hollywood setzt mal wieder seine bewährte Whitewashing-Formel an. Aber Moment, in Japan sieht man das ganz entspannt. Was ist da denn los???
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Wiederholungstäter Hollywood

Whitewashing ist kein neues Thema. Damit wird allgemein die (Neu)-Besetzung einer Figur nicht-westlicher Herkunft bzw. nicht-weißer Hautfarbe mit einem westlichen bzw. weißen Darsteller bezeichnet. Eines der älteren Beispiele sind die Sandalen- und Geschichts-Epos-Filme in denen keinerlei Rücksicht auf die Herkunft der historischen Figuren genommen wurde. Sehr viel gebessert hat sich an der Lage nicht, lediglich die Publikumszahlen strafen solche Filme immer wieder gerne mal ab(siehe Exodus mit Christian Bale als Moses). Manchmal führt es auch zu ganz seltsamen Stilblüten wie Tilda Swintons vom tibetanische ins keltische veränderte Rolle in Dr. Strange. Der umgekehrte Fall kommt allerdings auch manchmal vor, beispielsweise Will Smith in Wild Wild West, Idris Elba als Heimdall in Thor und zuletzt Chiwetel Ejiofor als Mordo im schon erwähnten Dr. Strange. Alles Figuren die im Original bzw. der Vorlage noch weiß waren. Das eine hat allerdings mit dem anderen wenig zu tun, da es meist auch lediglich dafür reicht einen farbigen Sidekick für den Helden einzuführen. Die letztgenannten Beispiele stehen lediglich für einen entspannten und manchmal auch unbedarften Umgang mit den Vorlagenfiguren. Will Smiths Figur als Hauptrolle ist hier noch eine Ausnahme und wohl auf seine damals schon sehr hohe Popularität zurückzuführen. Bei Idris Elba hingegen entbrannte unter Fans eine heftige Debatte, warum es auf einmal einen farbigen Gott in Asgard geben sollte. Wahrscheinlich sind dies aber auch dieselben Reflexhassreaktionen, wie sie auch aufkommen, wenn bei einem Remake ehemals männliche Hauptrollen weiblich besetzt werden… Dass im übrigen keine dieser ‚Neuinterpretationen‘ der Rollen etwas an der Qualität oder Schwachsinnigkeit des Drehbuchs und damit am Erfolg des Films ändern, hat man ja auch gesehen.

Kommen wir zurück zur Problematik des Whitewashing und was es von obigen Beispielen fundamental unterscheidet. Der Vorwurf steht im Raum, dass man sich zwar am Originalstoff bedient, es dem Publikum aber nicht zutraut auch eine entsprechende Rollenbesetzung zu verkraften. Selbst jene die das Thema nicht regelmäßig verfolgen kommen nicht umhin die immer noch dominierende Präsenz weißer Darsteller bei den Oscars zu bemerken. Wie lange es dauern wird bis sich das ändert? Gute Frage. Einer der Aspekte liegt sicherlich im Marketing, das sich viel zu oft der Illusion hingibt, Zuschauer wollten nur weiße westliche Helden sehen, sogar wenn das Zielpublikum selbst inzwischen ein Multi-Kulti-Mix ist. So hat es erst in Ant-Man eine Neben(!!!)-Figur mit Hispanic-Wurzeln ins Marvel Cinematic Universe geschafft, also erst im 12. Film der Reihe. Berücksichtigt man, dass Marvel eigentlich eine eher liberale Politik in Rollen- und Gesellschaftsfragen fährt, ist das immer noch ein Armutszeugnis. Eine weitere Zusammenfassung zu dem Thema und dass selbst die Gewinnrechnung schon lange nicht mehr aufgeht findet sich hier.

American Girl in Japan

Nun aber zum aktuellen Fall und der Frage warum die Japaner  selbst die Besetzung einer asiatischen Figur mit einem westlichen Darsteller relativ locker sehen. Ein sehr interessantes Video habe ich hier einmal eingebunden. Leider fehlt jeder Hinweis darauf, wie selektiv die Auswahl der Antworten ist. Allerdings sind die Fragestellungen nicht nur auf den Fall Johansson bezogen, sondern es werden auch noch weitere Beispiele abgehandelt und die Frage aufgestellt, wann ein Nicht-Asiate für eine Rolle interessant ist und wann nicht. Ein besonders wichtiger Punkt wird ebenfalls erwähnt: Die Ablehnung einer Bewerbung eines japanischen Schauspielers für die Hauptrolle in der Death-Note-Verfilmung wird damit begründet, dass man einen nicht-asiatischen Darsteller sucht. Das ist nun etwas, das man klar kritisieren kann, da hier von vornherein allen Asiaten gar keine Chance gegeben wird. Die Frage ist, ob es beim Casting für Ghost in the Shell genau so ablief, oder ob das Projekt erst startete, als man mit Johansson eine in Hollywood zugstarke Hauptdarstellerin an Board hatte?

Zu erst einmal muss man das wichtigste klären. Major Motoko Kusanagi wurde zwar von einem japanischen Zeichner & Autor in einem japanischen Manga erfunden, aber die Rolle selbst wurde nie eindeutig spezifiziert, auch wenn der Name immerhin einen Hinweis auf japanische Wurzeln geben kann. Die Figur wird in der gesamten Handlung nie in ihrem eigenen Körper gezeigt, sondern fast immer nur in einem Cyborgkörper, dessen Geschlecht nicht zwingend mit dem des Trägers identisch sein muss. Im Manga gibt es dazu auch einige explizite Anspielungen, ohne dass aber bis heute Klarheit existiert. Nachfolgend ein paar Beispiele für die vielen Interpretationen und Visualisierungen die die Figur inzwischen erhalten hat.
Von Links nach Rechts: Manga (1989), Film (1995), Serie "Stand Alone Complex" (2002), Serie "Arise" (2013)

Von Links nach Rechts:
Manga (1989), Film (1995), Serie „Stand Alone Complex“ (2002), Serie „Arise“ (2013)

Wie man sehen kann, gibt es zwar wiederkehrende Charakteristika, aber abseits der Haare sind diese für Nicht-Kenner wirklich schon mit der Lupe zu suchen. Aber Unwissen ist erst einmal keine Entschuldigung. Und es ist auch nicht so, dass es keine asiatische Besetzung mit Blockbusterqualitäten gäbe, dazu komme ich aber gleich noch.

Tatsächlich dreht sich ein nicht unwesentlicher Teil der Metahandlung von Ghost in the Shell um die Frage der Identität und Selbstbestimmung. In den Mangas führt der Major zwar meist eine Beziehung zu einem Mann, darüber hinaus wird vieles was die Herkunft und das Geschlecht der Person angeht im unklaren gelassen. Die Filme und Serien verstärken diesen Aspekt sogar, auch wenn in der (insgesamt sehr sehenswerten) Serie Ghost in the Shell – Stand alone Complex in einer Rückblende verraten wird, dass sie wohl als weiblich geboren wurde. Seit dem (nicht näher definierten) Zeitpunkt an dem die Figur Motoko Kusanagi bis auf Teile des Gehirns den kompletten Körper durch einen künstlichen ersetzt wurde, wird das Geschlecht nicht näher spezifiziert. Zwar sieht man sie fast immer in einem weiblichen Körper, aber im Auftreten und Verhalten schwingt immer der Subtext der Genderneutralität mit.

Die Darstellung im Manga, den Filmen und Serien schwankt zwar zwischen sehr weiblich/androgyn und westlich/asiatisch, da aber nach den bisherigen Bildern offenbar der Film von 1995 als Hauptvorlage dient, kann man mitnichten von einer rein japanischen Figur sprechen. Sowohl Major Motoko Kusanagi, als auch ihr Partner Bator tragen im Animefilm deutlich westliche Züge. Auch Nebenfiguren wie Togusa können trotz ihres Namens eine westlich orientierte Darstellung im Film und der Serie nicht abstreiten. Auffallend wird dies wenn man die Visualisierung der Figuren in der Serie (siehe Bild unten) mit asiatischen Schauspielern betrachtet, wie es für eine Bühnenadaption umgesetzt wurde. Während es für einige Rollen gar nicht schlecht getroffen wurde, kann man bei einigen sicher bessere japanische oder asiatische Schauspieler finden, aber im Vergleich mit der Manga-/Anime-Darstellung wird klar; ganz ohne westliche Darsteller geht es auch nicht, zumindest wenn man dem visuellen Stil nacheifern will.

Im Team des Majors geht es visuell sehr gemischt zu.

Im Team des Majors geht es visuell sehr gemischt zu. Von Links nach Rechts: Pazu, Saito, Bator, Motoko, Norma, Togusa, Aramaki, Ishikawa

Rinko Kikuchi ist bei Fans derzeit die beliebteste Alternative zu Johansson

Rinko Kikuchi ist bei Fans derzeit die beliebteste Alternative zu Johansson

Ist die Aufregung also gar nicht gerechtfertigt? So einfach ist es sicherlich nicht. Denn es gibt zweifellos auch diverse Schauspielerinnen mit asiatischer Herkunft, die die Rolle der Motoko Kusanagi sehr gut darstellen könnten. Sehr beliebt bei den Fans ist dabei Rinko Kikuchi die seit Pacific Rim einem größeren Publikum bekannt sein dürfte.

Ein wichtiges Argument für die Produzenten ist leider vor allem die Zugkraft an der Kinokasse und da sieht es mit der Diversität gleich ganz düster aus. Den Fans wird dann auch sehr schnell die Pistole auf die Brust gedrückt und gesagt: „Entweder ihr nehmt den Cast den wir verkaufen wollen und Ihr bekommt dafür eine Big-Budget-Produktion, oder ihr bekommt den Cast den Ihr wollt und dafür das Budget eines Indie-Films.“ Wobei selbst die zweite Wahl noch utopisch ist. Bei einem Franchise mit derart hohem Marktwert, würden die Produzenten im Zweifel einfach warten bis sie die Besetzung und Umsetzung durchsetzen können, die ihren Buchhaltern die größten Frühlingsgefühle bringt. Müssen wir Fans das ganze also schlucken?

Zu dem Thema gibt es im Netz inzwischen eine ganze Reihe an Debatten, von denen eine sehr lesenwerte und kritische beim Hollywood Reporter erschienen ist und versucht die Ursache für diese Besetzungspolitik und die Bedeutung genauer herauszuarbeiten. Denn das Whitewashing nicht einfach um des Whitewashings willen gemacht wird, sollte klar sein.

Nur weil die Figur im Film und der Serie eher westlich dargestellt wird, heißt das also nicht dass es immer so sein muss. Diese spezielle Rolle kann prinzipiell von so ziemlich jedem Schauspieler, egal welcher Herkunft und selbst unabhängig vom Geschlecht sehr gut funktionieren. Das ist tatsächlich eines der herausragenden Merkmale dieses Franchises. Für eine genauere Betrachtung zu diesem Sub-Thema verweise ich einfach mal auf meinen älteren Text dazu.

Wer Scarlett Johansson nur über aktuellere Filme wie Lucy und vor allem als Black Widow im MCU kennengelernt hat, mag schnell übersehen, dass sie nicht nur in Actionrollen überzeugen kann, sondern vor allem mit überzeugenden Charakterrollen ihre ersten Erfolge feierte. Für mich persönlich bleibt sie vor allem als Mädchen mit dem Perlenohrring auf immer verknüpft und wenn ich heute sehe welche spektakulären Nahkampfstunts sie in den Marvel-Filmen vollführt kann ich nicht umhin mich auf ihre Interpretation von Motoko zu freuen. Man überlege was wäre wenn man die Rolle mit einer Schauspielerin besetzt hätte, die fast nur Erfahrung im Action-Genre hat? Der Film ist alles andere als ein Action-Vehikel, dazu aber im nächsten Abschnitt mehr.

Scarlett Johansson ist also nicht die schlechteste Wahl, aber eben auch nicht die einzige. Gleichzeitig sollte man sie nicht für das System verurteilen in dem auch sie eben nur ein kleines Getriebe ist. Im übrigen wartet die gute Dame seit dem Erfolg des ersten Avenger-Films immer noch auf einen eigenen Black-Widow-Film, der wahrscheinlich nur daran scheitert, dass die Produzenten noch nicht genug Eier haben für einen Comcfilm mit einer weiblichen Hauptrolle. Muss sich Marvel erst von DC zeigen lassen wie das geht? In dem Fall müssen wir viel stärker als bisher darauf hoffen, dass Wonder Woman endlich mal ein guter und erfolgreicher DC-Streifen wird, nach dem Ende der Nolan-DarkKnight-Trilogie hat DC ja noch nichts brauchbares abgeliefert.

 Das eigentliche Potenzial (zum Scheitern)

Kommen wir aber noch einmal zurück zu dem bekannten Material und Mamuoru Oshiis Animeadaption von 1995, der wohl als Hauptvorlage für das aktuelle Projekt dient. Man darf nicht vergessen, dass Ghost in the Shell in erster Linie immer noch ein Thriller ist der von einer sehr präsenten Meta-Ebene lebt. Die Actionszenen dienen lediglich als Unterbrechung und geben dem Gehirn eine dringend benötigte Pause um sich einige Gedanken zu machen, während das Auge und Ohr auf höchstem Niveau verwöhnt werden. Tatsächlich dreht sich meine Sorge bezüglich des Films gar nicht so sehr um die Besetzung, sondern darum was der neue Film transportieren will. Dass man japanischen Stoff mit westlichen Darstellern transportieren kann, zeigt eindrucksvoll  Avalon – Spiel um dein Leben, ebenfalls von Oshii. Zwar in ganz anderen Farben und einem ganz anderen Setting, vermittelt es einen guten Eindruck was dabei herauskommen kann, wenn Erzählweise, Visualisierung und Cast aus ganz unterschiedlichen kulturellen Wurzeln stammt.
Berechtigte Zweifel ob man Mamouros diffizile Gratwanderung zwischen Thriller, Ethik, Action und Esoterik wiederholen kann sind berechtigt. Vor allem fragt man sich dann, wozu man überhaupt eine Neuverfilmung anstrebt? Lediglich gezeichnete Figuren in Fleisch und Blut zu verwandeln ist bei einem Franchise wie Ghost in the Shell Perlen vor die Säue! Will der Film eine Eigenständigkeit beweisen, muss er in irgend einer Weise die Rezeptur von 1995 aufbrechen, Elemente entfernen, neue hinzufügen und das ganze zu etwas frischem zusammensetzen. Das Potenzial hat der Stoff. Allerdings sind meine eigenen Erwartungen an Remakes, obwohl ich ihnen gegenüber prinzipiell offen bin, durch die letzten Jahre sehr niedrig geworden. Zu oft spürte man am Ergebnis den negativen Einfluss von kurzfristigen Marketing- und Trendentscheidungen, die den Film auf Kosten kurzweiliger Referenzen und billiger Zoten jede Chance auf etwas Stil genommen haben. Lassen wir mal den Trailer auf uns wirken…

Endlich ein paar Einblicke und eine erste Ahnung in welche Richtung Rupert Sanders mit seinem Film gehen will. Als erstes fällt die visuelle Nähe zur Vorlage auf. Dezent entsättigte Farben, mit zig Details gefüllte Stadtpanoramen und angenehm viele praktische Effekte lassen die Zweifel leiser werden. Inhaltlich gibt es eine Mischung aus bekannten Szenen des 1995er Films aber auch Elemente aus der Serie (Geisha-Szenen) und ein paar neue Zutaten. Dass man Kult-Elemente wie den Hochhaussprung oder den Kampf als Unsichtbare mit reinnahm ist verständlich. Ersteres gehört einfach dazu, beim zweiteren ist es aber schon fraglich ob als Realfilm diese einmalige Klasse von Animation, Timing, Musik und Choreographie auch nur im Ansatz so ehrfurchtgebietend sein kann wie im Original. Ich lasse mich überraschen, mache aber keinen Hehl daraus, dass ich die Messlatte besonders bei dieser Szene enorm hoch ansetzen werde. Fair? Absolut nicht 😉

Und dann sind da auch schon die neuen Einflüsse spürbar. Die Suche nach Verbindung, der eigenen Vergangenheit und Motoko als erster Cyborg ihrer Art. Das ist alles nicht sonderlich neu für den Stoff. Sanders versucht es offenbar mit einer schlichten Evolution, wohl auch um nicht Gefahr zu laufen sich in einem zu komplexen Meta-Handlungsrahmen zu verwirren. Aber besitzt er auch den Mut zu offenen Fragen und einem richtigen Diskurs oder will er dem Publikum lieber ein paar popkulturell verdaulichere Antworten im Stil von Matrix oder Akte X servieren? Die Grundstimmung ist auf jeden Fall, soweit man das jetzt schon sagen kann, sehr gut eingefangen und für die Fans sind sehr viele Elemente an Board, die den Film wirklich schmackhaft machen können.

Dass wir offenbar erleben dürfen wie Batou zu seinen künstlichen Augen kam ist eine gute Idee um dieser Figur etwas mehr Persönlichkeit zu geben. Pilou Asbæk sieht für mich in dieser Rolle auch nach einer interessanten Besetzung aus. Ein frisches Gesicht, dass aber die nötige Präsenz dieser Figur rüberbringen kann. Tatsächlich war seine Besetzung eine meiner größten Hauptsorgen, so dass ich jetzt tatsächlich etwas aufatme. Juliette Binoches Rolle halte ich aber nicht unbedingt für nötig bzw. gut besetzt. Vielleicht eine Anspielung an eine Person aus dem zweiten Animefilm Innocence… So oder so wäre hier auch sicherlich eine japanische Besetzung drin gewesen.Das sind so Kleinigkeiten die ich zwar verstehen kann, wo ich mich aber wirklich frage, ob sie zur Substanz des Films noch etwas beitragen oder doch nur den Verkaufswert steigern sollen.

Spielraum für eigene Inhalte ist auf jeden Fall da und es ist ja auch nicht so, als könnten wir aus so einem Stoff nichts mehr lernen. Die Welt ist seit dem Anime-Klassiker durch die Globalisierung und Vernetzung viel stärker zusammengerückt und einiges von damals wirkt heute längst nicht mehr so fiktiv. Doch haben wir bis heute noch keine Antworten auf die drängendsten Fragen der Digitalisierung. Wo bleibt die eigene Persönlichkeit? Wie wichtig ist mir der Schutz meiner privaten Daten? Was definiert meine Persönlichkeit im Netz? Digitaler Identitätsdiebstahl? Diese Fragen sind drängender denn je, aber es wird immer noch zu wenig darüber geredet. Meistens ist schon jetzt die Macht der Firmen zu groß während die Ahnungslosigkeit und Unwille der Politiker fast ebenso groß ist. Was bleibt außer stillem Protest und verzweifelter Realitätsflucht zu Filmen wie Ex Machina oder der Amazon-Serie Mr. Robot die beide für sich mal mehr mal weniger aufgeregt wenigstens den Versuch eines Diskurses zu diesen Themen anstreben.

Man könnte die Liste an Möglichkeiten für einen guten aber auch schlechten Film noch nahezu endlos fortsetzen, doch aufgrund der Energie die derzeit in die Frage der Besetzung gesteckt wird, war es mir wichtig doch noch einmal die Relationen in ein richtiges Verhältnis zu setzen. Kurzum: Ja, Whitewashing ist ein Problem, aber Ghost in the Shell ist dafür nicht unbedingt das perfekte Vehikel an dem man sich aufhängen sollte. Statt dessen gibt es viele andere Aspekte die einen viel größeren Anteil daran haben werden ob dieser Film seine Mühe Wert ist oder nicht. Daher meine Empfehlung; wer auf den Film gespannt ist, soll sich die Wartezeit mit dem Manga, den Filmen oder den Serien vertreiben (zur neuesten Serie Arise kann ich noch nichts sagen, aber beide Staffeln Stand Alone Complex sind ihr Geld definitiv wert) oder sich mit dem zwar etwas trockenen aber ausgesprochen gut recherchierten Buch Anime – from Akira to Howl’s Moving Castle von Susan J. Napier Beschäftigen.

Ja, Whitewashing ist ein Problem, aber Ghost in the Shell ist dafür nicht unbedingt das perfekte Vehikel. Statt dessen gibt es viele andere Aspekte die einen viel größeren Anteil daran haben werden ob dieser Film seine Mühe Wert ist oder nicht. Daher meine Empfehlung; wer auf den Film gespannt ist, soll sich die Wartezeit mit dem Manga, den Filmen oder den Serien vertreiben (zur neuesten Serie Arise kann ich noch nichts sagen, aber beide Staffeln Stand Alone Complex sind ihr Geld definitiv wert) oder sich mit dem zwar etwas trockenen aber ausgesprochen gut recherchierten Buch Anime - from Akira to Howl's Moving Castle von Susan J. Napier Beschäftigen.

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